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Malteser Erfurt

Wir im Unstrut-Hainich-Kreis

Hospizdienstmitarbeiter im September 2013

Herzlich Willkommen!

Im Unstrut-Hainich-Kreis bietet Ihnen der ambulante Malteser Hospizdienst die Begleitung Schwerstkranker und Sterbender an.
Wir kümmern uns auch in der Trauerphase um Sie.
Unsere Angebote und Begleitungen sind kostenfrei!

Anschrift: Ammerstraße 99, 99974 Mühlhausen

Sprechzeiten nach Vereinbarung.

Die Hospizidee - ein anderer Umgang mit Tod und Sterben

Bild: Martin Manigatter | In: Pfarrbriefservice.de

Sterben gehört zum Leben wie das Geborenwerden. Es ist ein Vorgang, der uns Menschen in all unseren Dimensionen betrifft. In der letzten Phase des Lebens wollen Menschen die verbleibende Zeit möglichst schmerzfrei und in vertrauter Umgebung verbringen. Vor allem wollen sie in diesem Lebensabschnitt nicht alleine sein.

Doch diese letzten Wünsche werden in unserer Gesellschaft nur wenigen Menschen erfüllt. Das will die Hospizbewegung ändern. Sie will Sterbenden beistehen, damit sie ihre letzte Zeit als lebenswert empfinden und in Frieden Abschied nehmen können. Es geht also weder darum, das Leben künstlich zu verlängern, noch darum, es durch aktive Sterbehilfe zu verkürzen.
Die Würde eines Menschen bis zu seinem Sterben zu bewahren ist eine unserer Kernaufgaben.

In den letzten Jahrzehnten ist aus der Hospizidee ein bewährtes Handlungskonzept erwachsen. Waren Hospize in früheren Zeiten Raststätten und Herbergen auf der Pilgerfahrt nach Jerusalem und zu anderen heiligen Stätten, so gewährt das Hospiz heute Rast und Begleitung auf dem letzten Lebensweg. Es hilft sterbenden Menschen, diesen Weg mit Würde zu beschreiten.

Das Konzept der Hospize ist es, ganzheitlich auf die Bedürfnisse sterbender Menschen einzugehen. Es verbindet die moderne Schmerztherapie mit einem individuell abgestimmten Pflegekonzept und intensiver menschlicher Zuwendung.

Zur ganzheitlichen Arbeit der Hospize gehört zudem, die Angehörigen der Sterbenden nicht allein zu lassen. Auch sie benötigen Beistand, Rat und Hilfe.

Unser Angebot

Bild: Jutta Brahm | In: Pfarrbriefservice.de
  • regelmäßige Besuche bei Ihnen zu Hause oder im Pflegeheim, wenn Sie an einer unheilbaren Erkrankung( Krebs, ALS, fortgeschrittene Demenz, schwere Herz-oder Lungenerkrankung usw.) leiden
  • wir können zuhören, vorlesen, Spazieren gehen, spielen, beten, singen oder einfach nur da sein, damit Sie nicht allein sind
  • unsere Mitarbeiter können Ihre Angehörigen entlasten, Gespräche führen oder ein offenes Ohr für alle Sorgen und Probleme haben
  • unsere Koordinatorin berät Sie auf Wunsch über die Möglichkeiten der palliativen Versorgung im Unstrut-Hainich-Kreis, vermittelt Ihnen Kontakt zu anderen sozialen Diensten oder hilft Ihnen bei der Erstellung einer Patientenverfügung
  • wir kümmern uns um trauernde Menschen
  • wir können nicht einen Pflegedienst oder Haushaltshilfen ersetzen

Ich brauche Unterstützung

Bild: Peter Weidemann | In: Pfarrbriefservice.de

Wenn Sie eine Begleitung durch einen ehrenamtlichen Hospizhelfer wünschen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Das Erstgespräch wird in der Regel durch unsere Koordinatorin geführt und findet meist in der häuslichen Umgebung oder in der Pflegeeinrichtung statt. Gemeinsam werden Sie besprechen, welche Art der Unterstützung in Ihrer speziellen Situation möglich und gewünscht ist.

Dieses erste Treffen soll auch dazu dienen, Sie etwas näher kennen zu lernen und mehr über Ihre Lebenssituation zu erfahren. Dies ist hilfreich bei der Auswahl des ehrenamtlichen Hospizbegleiters, den die Koordinatorin dann mit der Begleitung beauftragt.

Es ist uns wichtig Ihnen eine Person an die Seite zu stellen, der Sie vertrauen können und mit der Sie gern Zeit verbringen möchten. Die Intensität und Dauer der Begleitung bestimmen Sie selbst.

Je nach Situation wird Ihnen der ehrenamtliche Hospizbegleiter von der Koordinatorin persönlich vorgestellt oder meldet sich direkt bei Ihnen zu einem ersten Besuch an.

Weitere Absprachen bezüglich der Häufigkeit und Gestaltung der Besuche treffen Sie dann mit dem Begleiter selbst. Sollte das gewünschte Vertrauensverhältnis nicht entstehen, sind wir dankbar  für Ihre entsprechende Rückmeldung. Scheuen Sie sich nicht, in diesem Fall mit uns Kontakt aufzunehmen. Unsere Begleitung soll angenehm, bereichernd und hilfreich für Sie sein, keine zusätzliche Belastung.

Besteht ein erhöhter Bedarf an Unterstützung, kann es erforderlich werden, mehrere Begleiter bei Ihnen einzusetzen.

Wow, ich möchte auch Hospizbegleiter werden!

Bild: Peter Weidemann | In: Pfarrbriefservice

Wir freuen uns, dass Sie sich ein Engagement als Hospizbegleiter vorstellen können und damit den Hospizgedanken unterstützen wollen. Bitte kontaktieren Sie uns für ein erstes Gespräch.

Hospizbegleitung ist eine lebensnahe und sehr bereichernde Aufgabe. Sie erfährt hohe gesellschaftliche Anerkennung. Oft erleben wir in der Begleitung Sterbender intensive zwischenmenschliche Kontakte. Menschen schenken uns ihr Vertrauen und besprechen mit uns sehr persönliche Themen oder bitten uns in Krisensituationen um unsere Unterstützung. Dies erfordert, dass wir gut vorbereitet sind und  mit sozialer Kompetenz auf diese Menschen zugehen können.
 
Um im Hospizdienst mitarbeiten zu können, bedarf es deshalb einer besonderen  persönlichen Eignung.

Wir informieren Sie an dieser Stelle über Anforderungen und die Ausbildungsinhalte, nach denen wir die Begleiter für den Dienst befähigen.


Was muss ich mitbringen?
Wenn Sie

  • gerne das Geschenk Ihrer Zeit mitbringen möchten (ca. 10-15 Stunden im Monat);
  • offen sind für andere Weltanschauungen, Gesinnungen und Lebensweisen;
  • bereit sind, über sich und Ihre eigenen Einstellungen und  Wertvorstellungen nachzudenken;
  • seelisch gesund sind und gut für ihr eigenes Wohlbefinden Sorge tragen können;
  • ihre eigenen Grenzen wahrnehmen und respektieren können;
  • sich vorstellen können, Sich auf einen Sterbenden und dessen Familie einstellen zu können ohne die Richtung vorzugeben;
  • andere wahrnehmen und sich gut einfühlen können;
  • und die Unterstützung Ihrer eigenen Familie für dieses Ehrenamt mitbringen,   

... dann bringen Sie wichtiges Rüstzeug für das Engagement als Hospizbegleiter mit.

Ausschlusskriterien für die Arbeit als Hospizhelfer sind:

  • Mitgliedschaft in einer Organisation für aktive Sterbehilfe
  • Sektenmitgliedschaft
  • z.Zt. in Psychotherapie
  • eigene Suchterkrankung
  • auffälliges Missionierungsverhalten

Der Weg zur Hospizbegleiterin / zum Hospizbegleiter
Unser Hospizdienst bereitet Sie nach den Richtlinien des Celler Modells auf die ehrenamtliche Sterbebegleitung vor.
Im Einzelnen dauert die Qualifikation ungefähr ein dreiviertel Jahr. Sie besteht aus vier Schritten:

  1. In einem Informationsabend lernen wir uns kennen. Wir stellen Ihnen die Hospizarbeit vor und informieren Sie über unsere tägliche Arbeit vor Ort. Gern beantworten wir alle relevanten Fragen zum Thema Hospizarbeit. Bei Interesse zur Mitarbeit händigen wir Ihnen einen Fragebogen aus, den Sie uns bitte ausgefüllt zurücksenden. Unser Leitungsteam wird dann entscheiden, ob wir Sie für diese Tätigkeit als geeignet ansehen.
  2. Im Grundkurs, den wir nach dem Celler Modell durchführen, erhalten Sie wertvolle Informationen und Rüstzeug zur Begleitung von Sterbenden und Schwerstkranken.
  3. In einer sich anschließenden Praktikumsphase übernehmen Sie in einem zeitlich befristeten Rahmen eine erste Begleitung. Sie werden während dieser Zeit  intensiv von der Koordinatorin betreut. Die Teilnahme an der regelmäßigen Supervision oder Fallgruppenbesprechung ist dabei verpflichtend.
  4. Im Vertiefungskurs geht es vorrangig um Biographiearbeit. Hier beschäftigen Sie sich  beispielsweise mit eigenen Einstellungen zu Tod und Sterben, mit denen Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit als Hospizbegleiter immer wieder konfrontiert werden.

Nach Abschluss des Befähigungskurses können Sie über Ihre weitere Mitarbeit entscheiden.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Bärbel Stoll
Koordinatorin ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst
Tel. (03601) 8882915
Fax (03601) 8882916
E-Mail senden

Termine des Malteser Trauertreff 2017

25.08.2017
28.09.2017
26.10.2017
23.11.2017 
14.12.2017

immer 14 - 16 Uhr

Ort: Hospizdienstbüro, Ammerstr. 99, Mühlhausen
Wir würden uns über eine telefonische
Voranmeldung sehr freuen.
03601-8882915 oder 0151-65826433

Möchten Sie uns interstützen?

Spendenkonto:    

IBAN: DE71 3706 0120 1201 2280 14
BIC: GENODED1PA7
Stichwort: Hospizdienst Unstrut-Hainich-Kreis

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE71370601201201228014  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7