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Malteser Erfurt

Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst

Die letzte Zeit ist ein besonderes Stück Leben.

Der Begriff Hospizarbeit bezeichnet das Handeln, das im Sinne der Hospizidee vollzogen wird. Dies äußert sich in Deutschland u.a. in Form von ambulanten Hospizdiensten, Tageshospizen, stationären Hospizen und Palliativstationen.

Sabine Mock
Koordinatorin Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst
Tel. (0361) 340 47 81
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Als international anerkannte Kriterien für Hospizarbeit haben sich, basierend auf dem Konzept von Dame Cicely Saunders herauskristallisiert:

  • Der Sterbende und seine Angehörigen sind gemeinsame Adressaten des Hospiz-Angebotes.
  • Die ganzheitliche Unterstützung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team
  • Die Mitarbeiter des multiprofessionellen Teams verfügen über spezielle Kenntnisse in der Symptomkontrolle.
  • Qualifizierte ehrenamtliche Helfer sind essentieller Bestandteil des Betreuungsteams.
  • Die Kontinuität der Betreuung ist auch nachts oder an Wochenenden rund um die Uhr gewährleistet.
  • Trauerbegleitung wird angeboten.

 

Definitionen für die Hospizarbeit relevanter Begriffe für Leistungen und Prozesse finden Sie hier. Auch die oben verwendete Definition der Hospizarbeit ist dieser Auflistung entnommen.

Die Malteser arbeiten in ihrer Hospizarbeit nach den Richtlinien der Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001. Ein Bestandteil des Qualitätsmanagements ist eine Verständigung über Begriffe, die verwendet werden.

 

 

  • Begleitung von Menschen im Prozess der Krankheitsbewältigung und am Lebensende
  • Lebensqualität und Sterben in vertrauter Umgebung ermöglichen
  • Bewusste Gestaltung der letzten Lebensphase unterstützen
  • Abschied vom Leben und aus seinen Bezügen gestalten helfen
  • Vernetzung aller zur Verfügung stehender Hilfsangebote
  • Vorsorge treffen
  • Themen wie Sterben, Tod und Trauer ins öffentliche Bewusstsein tragen

Wenn Sie eine Begleitung durch einen ehrenamtlichen Hospizhelfer wünschen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Das Erstgespräch wird in der Regel durch unsere Koordinatorin geführt und findet meist in der häuslichen Umgebung oder in der Pflegeeinrichtung statt. Gemeinsam werden Sie besprechen, welche Art der Unterstützung in Ihrer speziellen Situation möglich und gewünscht ist.

Dieses erste Treffen soll auch dazu dienen, Sie etwas näher kennen zu lernen und mehr über Ihre Lebenssituation zu erfahren. Dies ist hilfreich bei der Auswahl des ehrenamtlichen Hospizbegleiters, den die Koordinatorin dann mit der Begleitung beauftragt.

 Es ist uns wichtig Ihnen eine Person an die Seite zu stellen, der Sie vertrauen können und mit der Sie gern Zeit verbringen möchten. Die Intensität und Dauer der Begleitung bestimmt der Betroffene.

Je nach Situation wird Ihnen der ehrenamtliche Hospizbegleiter von der Koordinatorin persönlich vorgestellt oder meldet sich direkt bei Ihnen zu einem ersten Besuch an.

Weitere Absprachen bezüglich der Häufigkeit und Gestaltung der Besuche treffen Sie dann mit dem Begleiter selbst. Sollte das gewünschte Vertrauensverhältnis nicht entstehen, sind wir dankbar  für Ihre entsprechende Rückmeldung. Scheuen Sie sich nicht, in diesem Fall mit uns Kontakt aufzunehmen. Unsere Begleitung soll angenehm, bereichernd und hilfreich für Sie sein, keine zusätzliche Belastung.

Besteht ein erhöhter Bedarf an Unterstützung, kann es erforderlich werden, mehrere Begleiter einzubinden.

 

Wir freuen uns, dass Sie sich ein Engagement als HospizbegleiterIn vorstellen können und damit den Hospizgedanken unterstützen wollen. Bitte kontaktieren Sie uns für ein erstes Gespräch.

Hospizbegleitung ist eine lebensnahe und sehr bereichernde Aufgabe. Oft erleben wir in der Begleitung Sterbender intensive zwischenmenschliche Kontakte. Menschen schenken uns ihr Vertrauen und besprechen mit uns sehr persönliche Themen oder bitten uns in Krisensituationen um unsere Unterstützung. Dies erfordert, dass wir gut vorbereitet sind und  mit sozialer Kompetenz auf diese Menschen zugehen können.  
Um im Hospizdienst mitarbeiten zu können, bedarf es deshalb einer besonderen  persönlichen Eignung. 
Wir informieren Sie an dieser Stelle über Anforderungen und die Ausbildungsinhalte, nach denen wir die Begleiter für den Dienst befähigen.

 

Was muss ich mitbringen? 

Wenn Sie 

   … gerne das Geschenk Ihrer Zeit mitbringen möchten,
   … offen sind für andere Weltanschauungen, Gesinnungen und Lebensweisen
   … bereit sind, über sich und Ihre eigenen Einstellungen und  Wertvorstellungen nachzudenken,
   … seelisch gesund sind und gut für ihr eigenes Wohlbefinden Sorge tragen können
   … ihre eigenen Grenzen wahrnehmen und respektieren können
   … sich vorstellen können, Sich auf  einen Sterbenden und dessen Familie einstellen zu können ohne die Richtung vorzugeben
   … die Unterstützung Ihrer eigenen Familie für dieses Ehrenamt mitbringen,
   … andere wahrnehmen und sich gut einfühlen können 
   ... und wenn keines der Ausschlusskriterien auf Sie zutrifft,
dann bringen Sie wichtiges Rüstzeug für das Engagement als HospizbegleiterIn mit.

Warum arbeiten wir mit Ehrenamtlichen?

Die Hospizbewegung lebt vom bürgerschaftlichen Engagement und dem Dienst am Mitmenschen. 
Aus Überzeugung setzen wir in der Hospizarbeit ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter ein. Das Ehrenamt bildet das Rückgrat dieses Dienstes. In einem Leitbildprozess haben unter anderem unsere Diözesanbeauftragte für Soziales Ehrenamt Ursula Neumann und andere bundesweit aktive Akteure der Hospizarbeit auch Begründungen für die Ehrenamtlichkeit als gesellschaftlich-politische Notwendigkeit angeführt, die Sie hier einsehen können.

 

Der Weg zur Hospizbegleiterin / zum Hospizbegleiter

Unser Hospizdienst bereitet Sie nach den Richtlinien des Celler Modells auf die ehrenamtliche Sterbebegleitung vor. Unter diesem Link finden Sie auch Grundlegendes zu unserer Ausrichtung in Fragen der Spiritualität in der Sterbebegleitung.


Im Einzelnen dauert die Qualifikation ungefähr ein Jahr. Sie besteht aus fünf Schritten:

1) In einem Informationsabend lernen wir uns kennen. Wir stellen Ihnen die Hospizarbeit vor und informieren Sie über unsere tägliche Arbeit vor Ort. Gern beantworten wir alle relevanten Fragen zum Thema Hospizarbeit. Bei Interesse zur Mitarbeit händigen wir Ihnen einen Fragebogen aus, den Sie uns bitte ausgefüllt zurücksenden.
2) Im Rahmen einer Auswahltagung treffen Sie für sich die Entscheidung, ob Sie am ersten Kursteil zur Qualifizierung teilnehmen möchten. Wir versuchen an diesem Tag  als Team einzuschätzen, ob wir Sie als geeignet  für dieses Ehrenamt wahrnehmen.
3) Im Grundkurs, den wir nach dem Celler Modell durchführen, erhalten Sie wertvolle Informationen zur Begleitung von Sterbenden und Schwerstkranken.
4) In einer sich anschließenden Praktikumsphase übernehmen Sie in einem zeitlich befristeten Rahmen eine erste Begleitung. Sie werden während dieser Zeit  intensiv von der Koordinatorin betreut. Die Teilnahme an der regelmäßigen Supervision ist dabei verpflichtend.
5) Im Vertiefungskurs geht es vorrangig um Biographiearbeit. Hier beschäftigen Sie sich  beispielsweise mit eigenen Einstellungen zu Tod und Sterben, mit denen Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit als HospizbegleiterIn immer wieder konfrontiert werden. Wir laden Sie ein, sich mit Ihrer persönlichen Prägung zu beschäftigen, sich Ihrer selbst bewusst zu sein und über Nähe und Distanz nachzudenken.

Nach Abschluss des Befähigungskurses können Sie über Ihre weitere Mitarbeit entscheiden.

Die Koordinatorin wird bestrebt sein, Sie nach Ihren Möglichkeiten und besonderen Fähigkeiten in die praktische Arbeit zu integrieren.

Sie werden offiziell in die bestehende Hospizgruppe eingeführt und entscheiden sich beim Wunsch nach patientennaher Mitarbeit für eine unserer Supervisionsgruppen, die Sie bei Ihrer Arbeit unterstützen wird.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE71370601201201228014  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7